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Der Freistaat Sachsen fördert Projekte nichtstaatlicher Museen. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen vergibt diese Projektfördermittel im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) nach der Förderrichtlinie Kunst und Kultur vom 18. März 2019. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Über eine Förderung wird nach sorgfältiger museumsfachlicher Prüfung und im Rahmen der verfügbaren Mittel entschieden. Förderziel ist die nachhaltige Entwicklung einer lebendigen Museumslandschaft aus unverwechselbaren Einzelstandorten und eine Stärkung regionaler kultureller Identitäten.

Förderziele

Ziel der Förderung nach Maßgabe der geltenden Förderrichtlinie Kunst und Kultur ist eine nachhaltige Entwicklung der nichtstaatlichen Museen im Freistaat Sachsen sowie eine landesweite beziehungsweise über die Grenzen Sachsens hinausgehende Wirkung.

Antragsberechtigung

Wer ist antragsberechtigt?

Anträge können gemeinnützige kommunale, freie und kirchliche Träger von Museen im Freistaat Sachsen stellen, deren satzungsgemäßer Zweck zur Entwicklung und Bewahrung der sächsischen Museumslandschaft beiträgt und die sich an den Ethischen Richtlinien für Museen des Internationalen Museumsrats (ICOM) sowie den Standards für Museen des Deutschen Museumsbunds orientieren.

Antragsberechtigt sind Museen, die:

  • über hinreichend ausstellungswürdige Sammlungsbestände verfügen,
  • eine dauerhafte Zugänglichkeit des Museumsgutes durch regelmäßige und öffentlich bekannt gegebene Öffnungszeiten gewährleisten,
  • eine langfristige Präsentation in angemessenen Ausstellungsräumlichkeiten sowie die Bewahrung in geeigneten Magazinräumen sicherstellen,
  • eine fachbezogene, fundierte Museums- und Sammlungskonzeption vorweisen können und
  • die kontinuierliche, langfristige Unterstützung der Sammlungs- und der Museumsarbeit durch Fachpersonal gewährleisten können.

Das antragstellende Museum beziehungsweise dessen Träger muss Eigentümer der Sammlung sein. Private Sammlungen oder Leihgaben aus Privateigentum sind nicht förderfähig.

Förderschwerpunkte

Was wird gefördert?

Im Mittelpunkt stehen Projekte im Rahmen der musealen Kernaufgaben zur qualifizierten, dauerhaften Erschließung, Bewahrung, Erforschung, Erweiterung, Ausstellung und Vermittlung der museumseigenen Sammlung, insbesondere:

  • Ankauf von bedeutendem Museumsgut zur Ergänzung der Sammlungsbestände,
  • Restaurierung von Museumsgut, insbesondere unter dem Gesichtspunkt seiner Gefährdung, von Objekten für Dauerausstellungen, einschließlich fachlicher Analysen als Vorbereitung von Restaurierungsleistungen,
  • präventive Maßnahmen zur Bestandserhaltung und zur Verbesserung der konservatorischen Bedingungen (zum Beispiel Projekte zur Depotplanung und -ausstattung, Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung und Maßnahmen zur Raumklimaüberwachung),
  • Projekte zur wissenschaftlichen Erschließung, Dokumentation und Publikation des Sammlungsbestandes, die sich an den Standards für Museen des Deutschen Museumsbunds orientieren (zum Beispiel Projekte zur Provenienzrecherche, Projekte zur Online-Publikation von Sammlungsbeständen, Projekte zur Erfassung oder wissenschaftlichen Bearbeitung von Vor- und Nachlässen),
  • Erstellung von Museums-, Sammlungs- und Ausstellungskonzeptionen und die Erarbeitung von Drehbüchern und Gestaltungskonzeptionen, einschließlich erforderlicher konzeptioneller Vorarbeiten (zum Beispiel die Erweiterung einer Museumskonzeption um eine digitale Strategie oder eine Vermittlungskonzeption),
  • Leistungen zur Neugestaltung von Dauerausstellungen, einschließlich der Beschaffung der dafür erforderlichen Ausstellungseinrichtungen und der Umsetzung von Ausstellungsdrehbüchern und Gestaltungskonzepten,
  • Herausgabe von museumsbezogenen Fachpublikationen und die öffentliche Zugänglichmachung von dokumentiertem Museumsgut,
  • Fachtagungen, Workshops und entsprechende Veranstaltungen mit landesweiter Wirksamkeit und
  • Sonderausstellungen mit landesweiter Bedeutung, die mit der Erschließung museumseigener oder zumindest sächsischer Museumsbestände einhergehen.

Gegenstand der Förderung können auch Pilotprojekte zu innovativen Methoden und Arbeitsweisen im Museumswesen sein.

Antragsformulare und -fristen

Die Antragstellung für eine Förderung von Projekten nichtstaatlicher Museen in Sachsen ist ein formales Verfahren. Für die Antragstellung ist das Antragsformular zu verwenden.

Der 15. Oktober (Antragseingang in der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen per Amt24 – bitte nutzen Sie nur den MS Internet Explorer – oder per Vorab-Scan oder -Fax oder per Briefsendung) ist Antragsstichtag für das darauffolgende Kalenderjahr (zum Beispiel 15. Oktober 2022 für das Jahr 2023). Anträge sind nur mit Unterschrift gültig.

Für Ankaufsprojekte gilt eine verkürzte Antragsfrist, sodass auch im laufenden Kalenderjahr noch Antragstellungen möglich sind.

Bitte fügen Sie Ihrem Antrag die nachfolgend aufgeführten Unterlagen bei:

  • Umfassende Beschreibung des Vorhabens mit Angaben zum Realisierungszeitraum (Beginn und Ende des Vorhabens) und zum Projektort. Wichtig: Die Bedeutung des Projekts und dessen Einbettung in den aktuellen Stand der jeweiligen Museumskonzeption und -planung sowie dessen nachhaltige Wirkung sollten aus der Beschreibung klar ablesbar sein.
  • Konzeptionen und Dokumentationsmaterial
  • Kosten- und Finanzierungsplan (die geplanten Ausgaben sind einzeln mit Kostenangeboten zu referenzierten Dienstleistern zu untersetzen und zu erläutern)
  • Angaben zu den Fördervoraussetzungen (Angaben zur Rechtsträgerschaft der Einrichtung, allgemeine Angaben zum Eigentum an Museumsbeständen)
  • Wenn zutreffend in Kopie: Vereinssatzung, Vereinsregisterauszug, Stiftungsurkunde, Stiftungssatzung oder vergleichbare Unterlagen, Nachweis der Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das zuständige Finanzamt

Anträge können erst bearbeitet werden, wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen.

Bitte beachten Sie:

Die beantragte Maßnahme ist vom Zuwendungsempfänger grundsätzlich in Höhe von mindestens 20 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben aus eigenen oder sonstigen Finanzmitteln mitzufinanzieren.

 

Maßnahmenbeginn

Dem Grunde nach können nur Maßnahmen gefördert werden, die noch nicht begonnen haben. Beginn der Maßnahme ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzuordnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags.

Antrag zum vorzeitigen förderunschädlichen Maßnahmebeginn

Sollte nach Antragstellung und vor Erhalt des Zuwendungsbescheids der Abschluss von Verträgen notwendig werden, so ist hierfür möglicherweise eine vorherige Zustimmung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen erforderlich. Bei Maßnahmen zur Projektförderung mit vom Zuwendungsempfänger im Antrag zugrunde gelegten Ausgaben von weniger als 1 Million Euro für Kommunen und kommunale Zusammenschlüssen beziehungsweise 100.000,00 Euro für alle anderen Antragsteller ist der Vorhabensbeginn ab Antragstellung (Datum Posteingang bei der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen) zugelassen. Eine Antragstellung für vorzeitigen förderunschädlichen Maßnahmebeginn ist nur für Projekte über den eben genannten Kostengrenzen zu stellen. Ein entsprechendes Antragsformular finden Sie hier.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Beginn der Maßnahme ohne entsprechende Bescheidung des Fördermittelantrags vollständig auf eigenes Risiko erfolgt und die Maßnahme im Zweifel bei Ausbleiben der Zuwendung allein durch den Antragsteller finanziert werden muss. Es wird daher empfohlen, vor jeglicher Auftragserteilung Einvernehmen mit dem Zuwendungsgeber über das Projekt herzustellen.

Prüfsteine für die Förderung

Um eine nachhaltige Förderung von Museumsprojekten zu gewährleisten, wird vor Bewilligung einer Maßnahme Folgendes abgeprüft:

Prüfsteine für die Förderung

• Ist eine ausstellungswürdige und präsentationsfähige Sammlung vorhanden und dauerhaft verfügbar?

• Existiert ein schlüssiges Sammlungskonzept? (Schwerpunktbildung, Einfügung in die regionale/überregionale Museumslandschaft)

• Liegt eine geordnete Verwahrung der Bestände vor?

• Wurde die Sammlung inventarisiert beziehungsweise dokumentiert?

• Ist ein Gebäude vorhanden und dauerhaft verfügbar, das für Museumszwecke geeignet ist oder diesen angepasst werden kann?

• Erschließung und Raumprogramm (Ausstellungsräume, Funktionsräume, Depot, barrierefreier Zugang [Idealfall])

• Raumklima und Haustechnik

• Beleuchtung/Lichtschutz

• Sicherheit

• Gibt es ein schlüssiges inhaltliches Museumskonzept beziehungsweise ein Konzept der jeweils geplanten Teilmaßnahme?

• „Mission Statement“/Leitbild – knappe und schlüssige Formulierung aller Ziele, Aufgaben und Ressourcen mit Aussagen zum Sammlungskonzept (in Schriftform)

• Wozu? Deckt das Projekt tatsächliche oder zu erwartende Bedürfnisse ab?

• Für wen? Hat das Museum einen klaren Adressatenkreis (Besucherspektrum und zu erwartende Besuchszahlen) und leistet es einen förderungswürdigen Beitrag zum öffentlichen kulturellen Leben?

Steht – gemessen an Größe und Aufgaben des jeweiligen Museums – geeignetes Personal zur Verfügung?

• für fachliche/wissenschaftliche sowie betriebliche Leitung

• für Pflege und Erschließung von Sammlungen

• für Ausstellungen und besucherorientierte Aktivitäten

• Werden die zur Förderung beantragten Maßnahmen von Institutionen oder Personen geleitet und betrieben, die eine erfolgreiche Durchführung als gesichert erscheinen lassen?

• Stehen die erforderlichen finanziellen Mittel – insbesondere Eigenmittel – zur Verfügung?

• Sind kompetente Ansprechpartnerinnen/Ansprechpartner für eine museumsfachlich korrekte Abwicklung in technischer (Maßnahmesteuerung) und wirtschaftlicher (Finanzierung, Zuschussverfahren) Hinsicht verfügbar?

Ist auch eine mittelfristig und langfristig gewährleistete Absicherung eines qualifizierten Museumsbetriebes gegeben?

• Rechtliche Absicherung durch Verantwortlichkeit einer gemessen an Umfang und Aufgaben des Museums ausreichend leistungsfähigen Körperschaft oder Person des öffentlichen oder privaten Rechts

• Wirtschaftliche Absicherung durch gesicherte Haushaltsmittel, Zuwendungen oder Erträge

Ist eine regelmäßige Öffnungszeit des Museum gewährleistet? (Gegebenenfalls Angabe der festgelegten oder geplanten Öffnungszeiten.)

• Wichtige und attraktive Sammlungsbestände

• Eignung des Standorts (im örtlichen und im überörtlichen Kontext; Verkehrsanbindung, Erschließung – auch für Menschen mit Einschränkungen)

• Besucherakzeptanz

• Angebotsspektrum (Wissenschaft und Bildung, sonstige kulturelle Angebote, Freizeit und Erholung, Tourismus)

Weitere Förderprogramme

Wir können an dieser Stelle das Spektrum der reichhaltigen Förderlandschaft in Sachsen und Deutschland nur ausschnitthaft abbilden. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Weitere Förderprogramme

Die Bundesstiftung Aufarbeitung fördert Veranstaltungen, Publikationen und Medienangebote zu politischer Bildung und Wissenschaft, die sich mit Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone in Deutschland und in der DDR auseinandersetzen, Erinnerung an das geschehene Unrecht und die Opfer wachhalten und den antitotalitären Konsens in der Gesellschaft, die Demokratie und die innere Einheit Deutschlands fördern und festigen. Antragsberechtigt sind Vereine, Verbände, Universitäten und Institutionen der politischen Bildungsarbeit. Antragsfristen: 30. Juni eines jeden Jahres für Projekte mit einer beantragten Gesamtfördersumme von 50.000,00 Euro und mehr / 31. August eines jeden Jahres für Projekte mit einer beantragten Fördersumme von bis zu 49.999,99 Euro.

Detaillierte Informationen zum Programm und zur Antragstellung finden Sie hier.

 Die nationale Kontaktstelle für die Kulturförderung der EU Europäische Kooperationsprojekte unterstützen die intensive grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kultureinrichtungen aus verschiedenen am Programm teilnahmeberechtigten Ländern. Das Partnerkonsortium besteht dabei aus einer antragstellenden Einrichtung, die auch Projektkoordinator oder lead partner genannt wird, sowie weiteren Kultureinrichtungen, die als Partner oder co-organizers bezeichnet werden.

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Die PwC-Stiftung ist eine Initiative der Führungskräfte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Deutschland. Sie fördert bundesweit Projekte der ästhetischen Kulturbildung, im Bereich der darstellenden und bildenden Kunst, der Musik und der Literatur sowie neuer Medien, und der werteorientierten Wirtschaftsbildung für Kinder und Jugendliche. Seit ihrer Gründung im Jahr 2002 hat die Stiftung mehr als 500 Jugend- und Bildungsprojekte sowie ihre drei Eigenprogramme mit mehr als 16 Millionen Euro unterstützt.

Informationen zur Projektförderung finden Sie hier.

Gesellschaftliche Veränderung braucht Dialog und Verständigung. Die Körber-Stiftung stellt sich mit ihren operativen Projekten, in ihren Netzwerken und mit Kooperationspartnern aktuellen Herausforderungen in den Handlungsfeldern „Innovation“, „Internationale Verständigung“ und „Lebendige Bürgergesellschaft“. Die drei Themen „Neues Leben im Exil“, „Technik braucht Gesellschaft“ und „Europa zusammenhalten“ stehen derzeit im Fokus ihrer Arbeit.

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen engagiert sich im museumsrelevanten Bereich vor allem für die Förderung lebender sächsischer Künstler*innen bzw. für Projekte (z.B. Ausstellungen) im Bereich der aktuellen bildenden und darstellenden Kunst, Literatur und Musik. Alle Informationen und Details zu den vielfältigen Förderschwerpunkten finden Sie hier.

Die Kulturräume sind wichtige Kooperationspartner bei der Förderung und Erhaltung der sächsischen Museen. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen ist nicht für die institutionelle Förderung zuständig. Es besteht bei einzelnen Kulturräumen zudem die Möglichkeit, Projektförderung zu beantragen. Wir empfehlen Ihnen, sich bei Fragen dazu an Ihr zuständiges Kulturraumsekretariat bzw. Kulturamt zu wenden.

Über die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Förderung von Heimatpflege und Laienmusik (FRL Heimatpflege/Laienmusik) vom 9. Januar 2020 werden Projekte zur Heimatpflege und Heimatkunde (Sitten und Bräuche, Mundart, Kleidung, altes Handwerk und andere Formen der Volkskultur, Musik, Tanz) gefördert. Gefördert werden ebenso Projekte von Laienchören, -orchestern oder -musikgruppen, die sich vorrangig der Pflege traditionellen Liedgutes oder traditioneller Instrumentalmusik widmen. Zentrale Antrags- und Bewilligungsbehörde für den Freistaat Sachsen ist die Landesdirektion Chemnitz. Die Förderrichtlinie ist hier abrufbar; zum Antragsformular geht es hier.

Der Freistaat Sachsen bietet sehr vielfältige Unterstützung für gemeinnützige Museumsarbeit, Kulturvermittlung, Bildung und Forschung an. Zudem kann der spezielle Charakter Ihres Hauses dazu beitragen, für bestimmte Projekte etc. von anderen Fachministerien bzw. deren nachgeordneten Einrichtungen Unterstützung zu erhalten. Bitte nutzen Sie dazu die Fördermitteldatenbank des Freistaates Sachsen.

Kinder zum Olymp! ist die Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder. Aufgabe der Stiftung ist es, Kultur und Kunst zu bewahren, zu erhalten und zu vermitteln. Dabei gilt die Überzeugung, dass Kultur kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist. Und das auch schon für die Kleinsten. Die Initiative Kinder zum Olymp! wird derzeit neu konzipiert.

Informationen finden Sie hier.

Innerhalb von Erasmus+ ist JUGEND IN AKTION der Programmteil für alle jungen Menschen im Bereich der nicht formalen und informellen Bildung. Sie können mit Erasmus+ JUGEND IN AKTION Kompetenzen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung entwickeln. Das Programm will Solidarität über Grenzen hinweg vermitteln und junge Menschen anregen, als aktive europäische Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Informationen zu den Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

Mit welchem Förderprogramm könnte die EU Ihr Vorhaben – sei es ein Kooperationsprojekt, ein Auslandsaufenthalt, eine Bildungsmaßnahme oder eine Veranstaltung – unterstützen? Die Webseite Europa fördert Kultur informiert über ca. 40 Förderprogramme der EU, die auch für kulturelle Vorhaben relevant sind.

Eine Übersicht über Fördermöglichkeiten für kulturelle Bildung auf kommunaler Ebene, auf Landesebene und bundesweit hat die Bundeszentrale für politische Bildung hier zusammengestellt.

Die Datenbank Deutsches InformationsZentrum Kulturförderung (DIZK) bietet umfassende Informationen über Fördermöglichkeiten kunst- und kulturfördernder Stiftungen, Unternehmen und anderer Einrichtungen in Deutschland. Das DIZK wurde seit 2003 als Gemeinschaftsprojekt der Kulturstiftung der Länder, des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI entwickelt. Die eigens für das Projekt konzipierte Datenbank wurde 2006 im Internet freigeschaltet und ist hier zu finden.

Mit seinen Jahresthema-Schwerpunkten fördert der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds Projekte mit Zuschüssen von jeweils bis zu 70% der Gesamtkosten. Zum Jahresthema 2021 „Neue Zeiten? Neue Wege! Deutsch-tschechische Beziehungen in Zeiten der Pandemie" werden analoge wie auch digitale deutsch-tschechische Projekte unterstützt, die sich mit gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie beschäftigen oder nach neuen Wegen der deutsch-tschechischen Begegnung und Zusammen-arbeit in Krisenzeiten suchen. Um darüber hinaus Partnerschaften mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zu fördern, die Expertise in den Bereichen Ökologie, Klima- und Naturschutz, Umweltbildung und nachhaltiger Lebensstil haben, wurde die Antragsfrist zum Jahresthema 2020 „Die Zukunft ist jetzt! Gemeinsam nachhaltig handeln" verlängert. Antragsfrist für die Jahresthema-Schwerpunkte 2020 und 2021: 31. Dezember 2021

Detaillierte Informationen zu den Programmen und zur Antragstellung finden Sie hier und hier.

In „Horizont 2020“, dem Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation, findet auch Kultur als europäisches Querschnittsthema Eingang. In der 6. Gesellschaftlichen Herausforderung „Europa in einer sich verändernden Welt: Integrative, innovative und reflektierende Gesellschaften“ wird es über die gesamte Förderperiode spezifische Ausschreibungen zu Kulturthemen geben. Ziel dabei ist, Forschung und Praxis stärker anzunähern und die durch Horizont 2020 geförderten Projekte, deren Adressaten nicht nur Universitäten sind, stärker für Kultur zu öffnen. Mithilfe von partizipativen Ansätzen sollen künftig u.a. mehr Kultureinrichtungen für die ausgeschriebenen Forschungsthemen und -projekte gewonnen werden und als „Partner auf Augenhöhe“ Teil der Projektkonsortien werden.

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Das Projekt „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ des Deutschen Verbandes für Archäologie in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund richtet sich an regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten in ländlichen Räumen mit bis zu 20.000 Einwohner. Diese Einrichtungen können Mittel beantragen, um Modernisierungsmaßnahmen und programmbegleitende Investitionen durchzuführen. Die Maßnahme wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit insgesamt 2,5 Millionen Euro gefördert. Es besteht keine Antragsfrist. Das Auswahlverfahren endet, wenn alle Mittel vergeben wurden, spätestens jedoch am 31. Dezember 2021.

Detaillierte Informationen zum Programm und zur Antragstellung finden Sie hier.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste stellt Fördermittel für Projekte zur Provenienzforschung von NS-Raubgut zur Verfügung. Unabhängig von ihrem Wert können Kunstwerke, Möbel, Bücher und sonstiges Kulturgut Gegenstand der Untersuchung sein. Das Zentrum fördert systematische Bestandsprüfungen und Grundlagenforschung zum historischen Kontext des NS-Kulturgutraubs sowie die Erschließung von Archivbeständen. Antragsberechtigt sind neben öffentlichen Einrichtungen nun auch private Sammlungen und privat getragene Einrichtungen in Deutschland, die bei der eigenen Suche nach NS-Raubgut den Washingtoner Prinzipien und der Gemeinsamen Erklärung folgen wollen. Antragsfristen für längerfristige Forschungsprojekte enden zum 1. April und zum 1. Oktober eines jeden Jahres.

Weitere Informationen zur Förderung sowie die aktuellen Antragsformulare finden Sie hier.

Die Bundesstiftung Aufarbeitung fördert Veranstaltungen, Publikationen und Medienangebote zu politischer Bildung und Wissenschaft, die sich mit Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone in Deutschland und in der DDR auseinandersetzen, Erinnerung an das geschehene Unrecht und die Opfer wachhalten und den antitotalitären Konsens in der Gesellschaft, die Demokratie und die innere Einheit Deutschlands fördern und festigen. Antragsberechtigt sind Vereine, Verbände, Universitäten und Institutionen der politischen Bildungsarbeit. Antragsfristen: 30. Juni 2021 für Projekte mit einer beantragten Gesamtfördersumme von 50.000,00 Euro und mehr / 31. August 2021 für Projekte mit einer beantragten Fördersumme von bis zu 49.999,99 Euro Detaillierte Informationen zum Programm und zur Antragstellung finden Sie hier.

Für sein Vorhaben „Museum macht stark“ erhält der Deutsche Museumsbund als Projektpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von 2018 bis 2022 insgesamt 6,4 Millionen Euro und ermöglicht so lokalen Bündnissen, Angebote im außerschulischen bzw. außerunterrichtlichen Bereich der kulturellen Bildung umzusetzen. Ziel der lokalen Projekte ist es, Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren, die von Hause aus nur wenig mit Kultur und Museum in Berührung kommen, mit dieser Thematik und den Angeboten dieser öffentlichen Einrichtungen bekannt zu machen. Verbindlich sind die Formate „Von uns – für uns!“ (Peer-Education) und „Ab ins Museum!“ (Offenes Format). Die nächste Ausschreibung läuft bis zum 31. Mai 2021 mit Förderbeginn ab dem 1. Juli 2021. Weitere Informationen finden Sie hier.

Seit Sommer 2008 fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) auf Basis der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“ (Kommunalrichtlinie) Klimaschutzprojekte in Kommunen. Alles Wissenswerte rund um die Kommunalrichtlinie finden Sie hier.

Sämtliche Informationen finden Sie hier.

Wettbewerbe und Preise

„Kulturpreise sind nicht nur eine bewährte und oft traditionsreiche Form der Ehrung für erfolgreiches künstlerisches und publizistisches Schaffen – sie sind auch ein unentbehrliches Element der Förderung und Ermöglichung von Kunst und Kulturvermittlung. Die Zahl der regelmäßigen Kulturpreise und -stipendien der öffentlichen Hand sowie von Stiftungen, Verbänden oder privaten Initiativen in Deutschland hat im letzten Jahrzehnt weiter zugenommen ...“ (Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, zur Online-Ausgabe des „Handbuch der Kulturpreise“)

Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus an nichtstaatliche Museen für beispielhafte Leistungen in der Museumsarbeit und der Profilierung der Sächsischen Museumslandschaft verliehen. Es werden jeweils ein Hauptpreis in Höhe von 20.000 Euro und zwei Spezialpreise für besondere Leistungen in einem Kernbereich der Museumsarbeit in Höhe von jeweils 5.000 Euro vergeben. Bewerben können sich nichtstaatliche Museen im Freistaat Sachsen als Einzelinstitutionen oder als Zusammenschluss. Die Preise werden auf Grundlage der Vorschläge einer unabhängigen Jury vergeben. Informationen zur Auslobung des Sächsischen Museumspreises 2023 werden zu gegebener Zeit auf den Webseiten des Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen veröffentlicht.

Mit dem Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik lobt die Fakultät Informatik und Medien der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig jährlich eine Auszeichnung für praxisrelevante, innovative Forschungsergebnisse zur Bildungsarbeit in Museen oder Gedenkstätten aus. Noch nicht anderweitig veröffentlichte Diplom-, Staatsexamens-, Magister-, Doktorarbeiten, Bachelor- und Master-Thesen aller Absolventinnen und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen im deutschen Sprachraum sind gleichberechtigt zugelassen, soweit sie sich wesentlich auf personale Bildungsarbeit in Museen oder Gedenkstätten beziehen. Der Preis ist jeweils mit 1.000 EUR dotiert. Alle Informationen finden Sie hier.

Der Erich-Glowatzky-Preis wird seit 1998 jährlich durch die Erich-Gowatzky-Stiftung in drei Stufen vergeben. Damit verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro für den ersten, 2.000 Euro für den zweiten und 1.000 Euro für den dritten Preis. Der Preis kann an junge Sachsen im Alter bis zu 30 Jahren vergeben werden. Ausgezeichnet werden junge Menschen für außergewöhnliche Leistungen und herausragendes Engagement auf den Gebieten Technik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur oder Soziales. Zusätzlich wird ein Sonderpreis für herausragende Leistungen auf wissenschaftlichem Gebiet vergeben. Er ist mit 2.000 Euro dotiert und wird durch die Sparkasse Zwickau gestiftet.

Alle Informationen finden Sie hier.

Der alle zwei Jahre vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. und der Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung ausgelobte Förderpreis widmet sich einem Teilaspekt des demografischen Wandels – dem Alter(n). Der mit 10.000 Euro dotierte Preis fördert die Umsetzung von Konzepten, die sich künstlerisch mit den Auswirkungen des zunehmenden Alterns in der Gesellschaft auseinandersetzen und dabei auf eine aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger setzen. Der Förderpreis 2020 stand unter dem Thema „Zusammenhalt“ und ging an die Kulturinitiative Zwenkau e.V.
Informationen zu dem Preis finden Sie hier.

Jedes Jahr sind europäische Museen sind eingeladen, sich beim European Museum Forum um den European Museum of the Year Award (EMYA) zu bewerben. Informationen und das Online-Bewerbungsformular sind hier abrufbar. Bewerbungen sind in englischer Sprache einzureichen.

Die Fondazione Luigi Micheletti schreibt gemeinsam mit der European Museum Academy jährlich den Luigi Micheletti Award für Museen aus. Sämtliche Informationen (in englischer Sprache) sind hier erhältlich. Im Jahr 2013 gewann das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden den begehrten Preis.

Der European Heritage Award / Europa Nostra Award ist eine europäische Auszeichnung, mit der jedes Jahr herausragende Leistungen im Bereich der Erhaltung von Kulturerbe gewürdigt werden. Träger ist die Organisation Europa Nostra mit Sitz in Den Haag. Bis zu sechs Große Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert; zusätzlich werden Medaillen (2. Preis) und Diplome (3. Preis) verliehen. Bewerbungen müssen in englischer oder französischer Sprache eingereicht werden. Sämtliche Informationen sind hier abrufbar.

Im Rahmen dieses 2021 erstmals von der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH ausgelobten und vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus geförderten Wettbewerbs sollen bis zu 50 Vorhaben und Projekte ausgezeichnet und finanziell mit Beträgen von bis zu 25.000 Euro unterstützt werden. Der Preis beinhaltet darüber hinaus ein Mentoring-Programm für die besten Einreichungen. Am Wettbewerb teilnehmen können Einzelpersonen, Vereine und Verbände, Kommunen und Regionen sowie Anbieter unter anderem aus den Bereichen Freizeit, Kultur, Event, Messe und Kongress. Detaillierte Informationen zur nächsten Wettbewerbsauslobung finden Sie hier.

Kontakt Sächsische Landesstelle für Museumswesen

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